
21,4 % Warenkorb-CTR: Wie das Entfernen eines UX-Elements 40 % mehr Scans ermöglichte
Zeitrahmen: 2 Monate
Klickrate zum Warenkorb: 21,4 %
+5 % gegenüber dem Vormonat
.png)

Stiller Launch mit lauter Wirkung
In einer digital überladenen Welt, in der Aufmerksamkeit zur Währung geworden ist, überrascht ein Unternehmen mit einem konträren Ansatz: Anfang 2025 wurde eine digitale Hautanalyse nahezu unbemerkt auf der Website integriert – ohne große Ankündigung oder klassische Marketingmaßnahmen. Das Ergebnis: mehr Scans als viele prominent beworbene Tools.
Dabei ist der Kontext entscheidend: Mit einer durchschnittlichen Aufmerksamkeitsspanne von nur 8 Sekunden (Microsoft) entscheidet eine überzeugende UI/UX darüber, ob Nutzer:innen bleiben oder abspringen.
Zusätzlich zeigt eine Analyse von McKinsey & Company „The Business Value of Design“, dass Unternehmen, die stark auf Design setzen, 32 % mehr Umsatzwachstum und 56 % höheren Total Return to Shareholders (TRS) erreichen als ihre Mitbewerber:
-
+32 % Umsatzwachstum
-
+56 % höheren Total Return to Shareholders (TRS), (McKinsey & Company, 2018)
Diese Case Study zeigt, wie eine konsequent nutzerzentrierte UI-/UX-Strategie nicht nur Interaktion und Conversion steigern, sondern auch als zentraler Hebel für Markenbindung und Umsatzwachstum dienen kann.
Nutzerzentriertes Design als Performance-Booster
Im Dezember 2024 wurde das Tool ohne großes Announcement auf der Website integriert. Dennoch erzielte es bereits im ersten Monat eine hohe Anzahl an Scans im Verhältnis zu den Seitenaufrufen. Innerhalb eines Monats nach dem Launch stieg die Nutzung um 264 % gegenüber dem Vormonat und erreichte ihren bisherigen Höchstwert. Die Warenkorb-Weiterleitungsrate lag im Februar bei 16,8 % und bildete die Grundlage für die anschließende Optimierung.
Im März stiegen die Scans erneut um knapp 40 % gegenüber dem Vormonat. Besonders auffällig: Zwischen dem 21. und 25. März entstand der Großteil der monatlichen Nutzung – kurz nachdem ein UX-Element im Funnel entfernt wurde. Gleichzeitig erhöhte sich die Warenkorb-Weiterleitungsrate auf 21,4 % (+4,6 % gegenüber dem Vormonat). Die Ergebnisse zeigen, dass eine optimierte Nutzerführung die Conversion deutlich steigern kann – ganz ohne zusätzliche Marketingmaßnahmen.
.png)
Micro-Optimierungen mit großer Wirkung
Die im März umgesetzte UX-Anpassung – das Entfernen eines Screens – reduzierte die kognitive Belastung und steigerte die Completion Rate. Dieser Effekt deckt sich mit Erkenntnissen der Nielsen Norman Group: Jedes zusätzliche UI-Element kann insbesondere in mobilen Konversionspfaden eine Absprunghürde darstellen.
Warum ist gutes UX Design so entscheidend für Conversion?
Laut einer Studie von Forrester Research kann jede Investition von 1 USD in UX Design einen ROI von bis zu 100 USD generieren.
Mobile First war ein weiterer entscheidender Faktor: 92–97 % der Scans erfolgten über mobile Geräte, mit einem iOS-Anteil von durchschnittlich 63–64 %. Das Design war somit nicht nur responsive, sondern dezidiert mobil-optimiert – eine Voraussetzung für moderne digitale Konvertierung.
Laut einer Adobe-Studie verlassen 38 % der Nutzer Webseiten, wenn Design oder Layout nicht ansprechend sind. Diese Marke überzeugte hingegen durch klare Nutzerführung, reduzierte Visualität und eine intuitive Interaktion.
Nutzerpsychologie und Interface Design
Menschen bleiben dort, wo sie sich verstanden fühlen – das gilt auch digital. Das Interface des Tools wurde visuell zielgruppenspezifisch, modern gestaltet, baute Vertrauen auf und führte Nutzer durch eine klar strukturierte Journey:
-
Starker erster Eindruck durch aufgeräumte Startseite.
-
Transparente Einstiege mit Fokus auf Nutzen.
-
Stringente und barrierearme Navigation.
-
Nahtloser Übergang zur Produktempfehlung mit unmittelbarer Shopping-Verlinkung.
-
Direkte Shopping-Möglichkeit: Im März lag die Click-Through-Rate auf den Warenkorb bei 21,4 %, ein Anstieg von 4,6 % im Vergleich zum Vormonat.
Im März lag die Click-Through-Rate zum Warenkorb bei 21,4 % – ein Anstieg um 4,6 % gegenüber dem Vormonat. Das zeigt: Je besser die Nutzerführung und UI, desto höher das Interesse und die Abschlussrate.
Der Einfluss von UI auf Aufmerksamkeit – auch ohne Werbung
Ein zentrales Learning aus dieser Kampagne: Sichtbarkeit allein ist kein Garant für Engagement. Dass das Tool trotz minimaler Marketingmaßnahmen stark performte, lässt sich auch mit der visuellen Präsentation auf der Homepage erklären. Gut gestaltete Interfaces können unterbewusst Neugierde wecken.
Die Nielsen Norman Group beschreibt den „Aesthetic-Usability Effect“: Attraktives Design lässt Nutzer auch die Funktionalität positiver bewerten.
Diese Case Study zeigt, wie Designqualität als stiller Performance-Multiplikator wirkt – ganz ohne aufdringliche Werbemechanismen.
Die Zahlen sprechen für sich
-
Mehr Scans durch UX-Optimierung, ganz ohne Kampagne.
-
Mobile-optimierte Oberfläche sorgt für hohen Zugriff.
-
CTR von über 21 % durch intuitive, verkaufsnahe Journey.
-
UX-Micro-Optimierungen steigern Abschlussraten signifikant.
Mit einer Nutzerführung, die auf Klarheit, Vertrauen und mobile Optimierung setzt, erzielte das Tool innerhalb von nur drei Monaten ohne externe Kampagne mehr Engagement als viele aktiv beworbene Anwendungen.
